Ausbildung zum Hundetrainer? Alle Infos zum Beruf

Hundetrainer werden: ein erfüllender Job mit Tieren – und Menschen

Traumjob Hundetrainer? Bevor Sie sich für diese Arbeit entscheiden, sollte Ihnen eines klar sein: Sie werden sogar etwas mehr mit Menschen zu tun haben als mit den treuen Vierbeinern. Denn die Aufgabe eines Hundetrainers besteht vor allem darin, Herrchen und Frauchen für die konsequente und liebevolle Erziehung ihrer Tiere fit zu machen. Und zwar nicht als Angestellter, sondern in der Regel auf Basis der Selbstständigkeit.
Wir erklären diesen spannenden Beruf anhand eines markanten Beispiels: Es geht darum, einen jungen Boerboel Mastiff in seine neue Familie einzubinden. Diese Hunderasse gehört nicht zu den Listenhunden, ist aber sehr wachsam und selbstbewusst, und, wenn ausgewachsen, muskulös und stark. Umso mehr Bedeutung hat eine gute Erziehung für den intelligenten und bindungsstarken Kerl.

Der Tierjob in der Praxis – am Beispiel des Boerboel

Schauen wir gleich zu Anfang auf den praktischen Berufsalltag: Was ist nun die genaue Aufgabe des Hundetrainers, wenn ein frischgebackenes Frauchen mit ihrem jungen, aufmüpfigen Boerboel erscheint? Der Boerboel ist ein tatkräftiger Arbeitshund und hat einen ausgesprochenen Willen, sein Frauchen zufriedenzustellen: der sogenannte „Will-to-Please“. Um ein solches Tier in die gewünschte Richtung zu führen, braucht es vor allem viel positive Verstärkung für erwünschtes Verhalten.
Das schlaue Tier muss schon als temperamentvoller Jungspund lernen, nicht an der Leine zu ziehen, denn sobald aus ihm ein 80-Kilo-Brocken geworden ist, wird er sonst auf Spaziergängen seine Halterin hinter sich herschleifen. Es ist außerdem wichtig, dass er mindestens alle Grundbefehle kennt und befolgt, gleichzeitig aber liebevoll auf seine Familie geprägt ist und mit Fremden auf positive Wiese zu agieren weiß.
Ein guter Hundetrainer wird das Tier und sein Frauchen an einen passenden Hundesport heranführen, denn das ist für die Auslastung dringend nötig. Außerdem steht eine fundierte Ernährungsberatung an, denn der Muskelprotz benötigt eine hohe Energie- und Nährstoffzufuhr, aber auf keinen Fall eine Überversorgung, die wiederum zu krankmachendem Übergewicht führen kann. Hochwertige Hundefuttermarken wie Puro sind in diesem Sinne die richtige Wahl. Ein gutes Beispiel für eine Allround-Beratung und -Hundeausbildung bietet die Hundeschule Thorsten Kappes in Butzbach, die professionelle Hundeerziehung mit umfassender Ernährungsberatung verbindet.

Als Quereinsteiger Hundecoach werden – geht das?

Eine der ersten Fragen, die aufkommt, wenn es um diesen Job mit Hund geht, lautet: Kann ich auch später im Leben Hundetrainer oder Hundetrainerin werden? Das geschieht in der Praxis sogar sehr häufig, aus langjähriger Hundeliebe heraus, nach vielen aufregenden Jahren in tierischer Begleitung. In dieser Zeit hat sich normalerweise schon ein gewisser Erfahrungsschatz angesammelt, der für den Berufsstart äußerst nützlich ist.
Wie der Boerboel sind viele Vierbeiner eben alles andere als Anfängertiere – entsprechend sollte auch ein angehender Hundetrainer kein Anfänger sein. Die gesammelte Erfahrung aus gelebter Praxis ist nämlich sehr viel wert. Nebenbei handelt es sich beim Hundetrainer um keinen klassischen Ausbildungsberuf, deshalb macht es Sinn, vorher eine reguläre Ausbildung und einen „Hauptjob“ in der Tasche zu haben, um dann, eventuell nach einem einschlägigen Praktikum, zum „Hundeflüsterer“ zu werden. So wird der Traum nach und nach Wirklichkeit, um schlussendlich (hoffentlich) den Haupterwerb zu stellen – mit interessanten Möglichkeiten zur ergänzenden Weiterbildung, zum Beispiel in Richtung Tierheilpraktiker.

Der Weg zum Ziel: Wie kann ich Hundeausbilder werden?

Sie haben Ihre Entscheidung getroffen, wissen aber noch nicht so recht, wie Sie ans Ziel kommen. Hundetrainer ist bis heute keine geschützte Berufsbezeichnung, doch seit 2007 können tierliebe, ambitionierte Menschen zertifizierte Hundetrainer werden, und zwar durch die jeweilige Tierärztekammer Ihres Bundeslandes. Normalerweise ist eine Sachkundeprüfung vonnöten, und zwar nach einem gründlichen Lehrgang oder einem Seminar. Alle zertifizierten Hundeschulen werden mit Kontaktdaten auf der Homepage der entsprechenden Landestierärztekammer gelistet. So finden Hundehalter und -halterinnen auf kürzestem Weg vertrauenswürdige Unterstützung.
Wer eine Hundeschule betreiben möchte, benötigt unbedingt einen Sachkundenachweis gemäß § 11 des Tierschutzgesetzes (TierSchG). Das gilt übrigens für alle, die gewerbsmäßig mit Tieren arbeiten, zum Beispiel eine Tierpension führen beziehungsweise Hunde oder Katzen züchten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung danach, welche öffentliche Einrichtung für die Prüfungen zuständig ist. Haben Sie das Dokument erhalten, legen Sie es dem Veterinäramt vor, um Ihre Hundeschule legal zu eröffnen.
Sogenannte Trainerscheine beziehen sich meist nur auf bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel den Hundesport. Ein „richtiger“ Hundetrainer hat eine Zertifizierung seiner Tierärztekammer und vor allem: ein perfektes Händchen für Hunde, plus vollumfängliches Fachwissen. Wer meint, in diesem Job halbe Sachen machen zu können, dem wird ein willensstarker Hund wie der Boerboel den Weg zur Tür weisen. Deutlich besser ist es, selbst einen Boerboel daheim zu haben, den Sie eigenhändig konsequent und liebevoll erziehen durften. Dann haben Sie tiefgreifende Erfahrung für Ihr neues Aufgabengebiet gesammelt.

Ihr Alltag im Job: Wie arbeitet ein moderner Hundetrainer?

Wer heutzutage eine Ausbildung zum Hundetrainer anstrebt, hat sich für einen modernen Job mit Tieren entschieden, der auf jahrtausendealten Erkenntnissen beruht. Wie können Hund und Mensch eine harmonische Beziehung führen? Was tut unseren Vierbeinern gut, wie klappt die Sozialisation mit anderen Tieren am besten? Und auf welche Weise können Herrchen und Frauchen bewirken, dass ein Kraftpaket wie der Boerboel im Alltag ausgelastet, aber nicht überlastet ist?
Nicht nur jede Rasse, sondern auch jeder Hund ist ein wenig anders. Selbständige Hundetrainer benötigen also zusätzlich zum nötigen Fachwissen, um Hundehaltern den Weg zu weisen, auch Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Sie sind Lebensberater, Kummerkasten und Motivator, ebenso wie Teambuilder, Personal Trainer und Alltagscoach. Am besten funktioniert das immer noch von Angesicht zu Angesicht, vorzugsweise auf dem hauseigenen Hundeplatz.
Mittlerweile hat sich auch die Online-Beratung zum Angebot der meisten Hundetrainer hinzugesellt, zum Beispiel per Videochat oder ganz einfach über WhatsApp. Moderne Hundetrainer geben immer häufiger digitale Webinare, manche schreiben auch eigene Ratgeber-eBooks, aber so ziemlich alle verfügen über eine eigene, informative Homepage mit Kontaktformular. Alles zusammen ergibt eine angenehme Flexibilität, sowohl für den Hundetrainer als auch für seine Kunden und Kundinnen, die ihren persönlichen Guide jederzeit kontaktieren und befragen können, während neben ihm der treue Boerboel sitzt. Wenn Sie hier angekommen sind, haben Sie es als Hundetrainer geschafft!

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